Dominic Multerer

Go-to-Market im B2B: Warum 90 % der Strategien scheitern und wie Sie es besser machen

Die meisten B2B Go-to-Market Strategien werden für das Pitchdeck gebaut, nicht für den Markt. Fünf Fehler, sechs Gegenmaßnahmen, ein Praxisbeispiel.

Dominic Multerer
13. Juli 2025 · 3 Min. Lesezeit

Gebaut fürs Pitchdeck, nicht für den Markt

Neun von zehn Go-to-Market Strategien scheitern. Nicht am Produkt. An Annahmen, die nie jemand mit einem echten Entscheider überprüft hat.

Die fünf größten Fehler

  • Personas aus dem Lehrbuch statt aus Gesprächen mit Entscheidern
  • Features statt Nutzen. Niemand kauft Funktionen, alle kaufen Ergebnisse
  • Keine wiederholbare Nachfrage. Hoffnung auf Empfehlungen und Messen ist kein System
  • Marketing und Vertrieb nicht synchron. Ergebnis: Leads, die keiner will
  • Kein Controlling. Ohne CPL und belastbaren Forecast ist jede Diskussion Meinung

Was funktioniert

  • Zielkundenfokus mit Personas aus echten Interviews
  • Test before Scale: Landingpage, einfacher Funnel, aktiver Outreach
  • Vertrieb ab Tag eins einbinden, mit Playbooks und Testskripten
  • Erst ein Core Channel, dann diversifizieren
  • Den Funnel als Verbindung von Prozess und Kundenpsychologie verstehen
  • Messbarkeit ab Tag eins: CPL, Conversion Rate, Sales Cycle, CAC

Praxisbeispiel Kanzleisoftware

Ein Softwareanbieter für Kanzleien. Content Funnel aus SEO, Webinar und Empfehlungsvideos, dazu HubSpot und gezielter Outbound. Das Ergebnis: deutlich mehr qualifizierte Leads bei sinkendem Cost per Lead und ein ARR, der sich in zwei Jahren mehr als verdoppelt hat.

Wachstum entsteht nicht durch mehr Calls. Sondern durch bessere Narrative.

Fazit

Go-to-Market entscheidet über Traktion. Es verlangt Klarheit, Fokus und die Bereitschaft, unbequeme Fragen früh zu stellen.

FAQ

Wie lange dauert ein Go-to-Market Test?

Ein erster belastbarer Test mit Landingpage und Outreach läuft in vier bis acht Wochen.