Dominic Multerer

Voice of Customer richtig umsetzen: Was im Portfolio Management wirklich zählt

80 % der Unternehmen nutzen Kundenfeedback falsch. Wie Startups und Konzerne VOC so aufsetzen, dass daraus Portfolioentscheidungen werden.

Dominic Multerer
13. Aug. 2025 · 3 Min. Lesezeit

Warum VOC in der Praxis scheitert

80 % der Unternehmen nutzen Kundenfeedback falsch: selektiv oder gar nicht in Entscheidungen. Zwei Fehler dominieren. Erstens zu akademisch: Startups ertrinken in Umfragen, Konzerne starten Großprojekte ohne Umsetzungsplan. Zweitens fehlt die Brücke zur Entscheidung. In einem Konzern lagen 3.000 Kundeninterviews 18 Monate ungenutzt im Intranet.

Drei Ebenen, die funktionieren

  • Erheben. Ein E-Commerce SaaS wertete Tickets und Sales Calls wöchentlich aus. Nach sechs Wochen kam eine neue Zahlungsoption, der Churn bei Neukunden sank um 12 %.
  • Verdichten. Ein PropTech clusterte Interviews per Keyword Analyse. Nach zwei Stunden war klar: 70 % der Pain Points entfallen auf wenige Themen.
  • Entscheiden. Ein Energiekonzern verknüpft VOC direkt mit Umsatz und Margendaten.

Was Sie sofort umsetzen können

  • VOC als Pflichtpunkt in jeder Portfolioentscheidung
  • Dokumentierte Entscheidungspfade und KPIs wie CLV, Churn und Umsatz pro Feature
  • Startups werten wöchentlich aus, Konzerne liefern monatliche Entscheidungsvorlagen
  • Fokus auf drei große Pain Points pro Quartal
Kundenfeedback, das keine Entscheidung verändert, ist Dekoration.

FAQ

Welche Tools eignen sich für VOC?

Für den Start reichen Notion AI oder Dovetail. Im Konzern oft Qualtrics. Das Tool ist nie der Engpass, die Entscheidungslogik schon.