Dominic Multerer

Bis zu 75 Milliarden Euro: Was Tobacco Harm Reduction dem deutschen Gesundheitssystem bringt

Auftragsstudie für ELFBAR, durchgeführt vom IWCI mit der IU Internationale Hochschule. 200.000 synthetische Lebensläufe, drei Szenarien, eine klare Aussage.

Dominic Multerer
15. Apr. 2026 · 3 Min. Lesezeit

Die Frage

ELFBAR, einer der weltweit größten Anbieter alternativer Nikotinprodukte, wollte für Deutschland belastbar wissen: Welchen gesundheitlichen und volkswirtschaftlichen Effekt hätte es, wenn Raucher auf weniger schädliche Produkte umsteigen?

Eine Frage, bei der jede Zahl politisch geprüft wird. Wer hier mit Annahmen aus dem Bauch arbeitet, ist nach der ersten Rückfrage raus. Deshalb haben wir die Studie über das IWCI aufgesetzt, mit wissenschaftlicher Qualitätssicherung durch die IU Internationale Hochschule.

Das Vorgehen

Eine sozioökonomische Mikrosimulation mit 200.000 synthetischen Personen, abgebildet nach deutscher Demografie, Rauchprävalenz, Krankheitsrisiken und Versorgungskosten. Betrachtungszeitraum 2026 bis 2040, drei Szenarien.

  • Experteninterviews aus Pharmakologie, Suchtforschung und gesetzlicher Krankenversicherung
  • Internationale Benchmarks aus Großbritannien, Schweden und Neuseeland
  • Sensitivitätsanalyse über alle zentralen Annahmen
  • Wissenschaftliche Qualitätssicherung durch Prof. Dr. Florian Hummel (IU)

Das Ergebnis

Gerechnet sind nur direkte Versorgungskosten: Krankenhaus, Behandlung, Pflege. Volkswirtschaftliche Folgekosten wie Arbeitsausfall sind nicht enthalten.

Einsparung direkter Versorgungskosten, 2026 bis 2040
Pessimistischrund 15 Mrd. €
Realistischrund 48 Mrd. €
Optimistischrund 75 Mrd. €
Quelle: THR Studie Deutschland, IWCI und IU Internationale Hochschule, 2026

Schon ein moderates Szenario wirkt: Steigen über drei Jahre jährlich zehn Prozent der Raucher um, sinken tabakbedingte Erkrankungen um acht bis zehn Prozent. Die direkten Gesundheitskosten fallen um bis zu drei Milliarden Euro pro Jahr.

Der Schaden entsteht durch die Verbrennung. Nicht durch das Nikotin.

Was daraus folgt

Harm Reduction ersetzt keine Prävention und keinen Rauchstopp. Sie ergänzt beides. Die Studie empfiehlt eine risikoproportionale Regulierung, die zwischen Verbrennungsprodukten und nicht brennbaren Alternativen unterscheidet. Bei konsequentem Jugendschutz. Großbritannien, Schweden und Japan zeigen, dass das funktioniert.

Wirkung

Erstmals vorgestellt auf einem geschlossenen Policy Roundtable in Berlin, gemeinsam mit der IU Internationale Hochschule, vor Entscheidern aus Politik, Krankenversicherung und Wissenschaft. Report auf Deutsch und Englisch, heute eine Vorbildstudie in Europa.

Warum ich solche Studien mache

Entscheider brauchen keine Meinungen. Sie brauchen Zahlen, die einer Prüfung standhalten. Genau das ist der Anspruch an jede Studie, die über das IWCI läuft: sauber gerechnet, offen in den Annahmen, klar in der Aussage.

Transparenz gehört dazu: Auftraggeber war HG Innovation Limited, Inhaber der Marke ELFBAR. Studienleitung Dominic Multerer (IWCI), wissenschaftliche Qualitätssicherung Prof. Dr. Florian Hummel (IU), Modell und Analyse Dr. Bernhard Schropp.

Studie lesen (PDF) Veröffentlichung bei ELFBAR Case beim IWCI

FAQ

Wer hat die Studie beauftragt?

HG Innovation Limited, Inhaber der Marke ELFBAR. Durchgeführt hat sie das IWCI, wissenschaftlich abgesichert durch die IU Internationale Hochschule.

Welche Kosten sind enthalten?

Nur direkte Versorgungskosten wie Krankenhaus, Behandlung und Pflege, für den Zeitraum 2026 bis 2040.

Macht das IWCI solche Studien auch für andere Branchen?

Ja. Markt, Business Case oder Gesundheitsökonomie, immer mit offener Methodik und Qualitätssicherung.